Yokozuna Hoshoryu unterzieht sich Knie-OP – Der Weg zurück zum Dohyo

Am 19. August 2026 hat Yokozuna Hoshoryu (Tatsunami-beya) öffentlich bestätigt, dass er sich Ende Juli einer Operation am rechten Knie unterzogen hat. Die Nachricht kam im Anschluss an die Gesundheitschecks im Kokugikan und sorgt in der Sumo-Community für Aufmerksamkeit – vor allem mit Blick auf den bevorstehenden Aki-Basho.

Was ist passiert?

Im Nagoya-Basho 2026 musste Hoshoryu ab dem 14. Kampftag pausieren. Bis dahin stand er bei 7 Siegen und 6 Niederlagen. Die Diagnose lautete: Verletzung des rechten Innenbandes (mediale Kollateralband / MCL) sowie eine Verletzung der rechten hinteren Oberschenkelmuskulatur (Hamstring). Die Verletzung war während eines Kampfes gegen Hakunofuji aufgetreten und hatte eine ältere Beschwerde verschlimmert.

Nach dem Basho kehrte der Yokozuna nach Tokio zurück und ließ sich am 27. Juli untersuchen. Die Ärzte machten ihm klar: Ohne Operation könnte die vollständige Genesung bis zu einem Jahr dauern. Hoshoryu entschied sich deshalb für den operativen Eingriff. „Ich bin nicht in der Lage, so lange zu pausieren. Mit der Operation geht es schneller“, erklärte er später.

Die Operation fand am 29. Juli statt. Dabei wurde das rechte Innenband repariert. Der Eingriff dauerte rund zwei Stunden, danach blieb er etwa eine Woche im Krankenhaus. In den ersten Tagen nach dem Eingriff war er noch auf Krücken angewiesen.

Aktueller Stand der Genesung

Mittlerweile (Stand 19. August) macht Hoshoryu deutliche Fortschritte. Er kann wieder deutlich besser gehen und trainiert bereits in der Heya – allerdings noch ohne intensives Butsukari-Keiko oder Vollkontakt. Die Ärzte bescheinigen ihm eine schnelle Heilung. Er erhält wöchentliche Behandlungen und zeigt sich zuversichtlich, was die körperliche Erholung angeht.

Gleichzeitig bleibt er realistisch: „Ich bekomme jede Woche Behandlung und man sagt mir, dass die Heilung schnell vorangeht. Aber beim Aki-Basho ist noch alles unklar. Den Fans kann ich aktuell nicht unter die Augen treten. Ich will schnellstmöglich heilen und mein Comeback machen.“

Ausblick auf den Aki-Basho

Eine Teilnahme am Aki-Basho im September gilt aktuell als schwierig bis unwahrscheinlich. Hoshoryu selbst hält sich bewusst zurück und betont, dass er keine vorschnellen Zusagen machen will. Für einen Yokozuna ist jede längere Pause schmerzhaft – sowohl sportlich als auch emotional. Er hat nach seiner Beförderung zum Yokozuna noch keinen Yusho gewonnen und spürt den Druck, bald möglich wieder auf dem Dohyo zu stehen und sein erstes Turnier zu gewinnen.

Was bedeutet das für uns Fans?

Hoshoryu gehört zu den Rikishi, die mit ihrer kämpferischen Einstellung und ihrem klaren Willen viele Anhänger gewonnen haben. Dass er die Operation gewählt hat, um schneller zurückzukehren, zeigt genau diese Einstellung. Lange Zwangspausen sind im Sumo besonders schwer, weil der Körper und der Rhythmus der Basho eng miteinander verbunden sind.

Die Tatsunami-beya und das gesamte Team um ihn herum werden die Rehabilitation eng begleiten. Ein Yokozuna, der ehrlich kommuniziert und den langen Weg der Heilung geht, verdient unseren Respekt – auch wenn es bedeutet, dass wir ihn im September möglicherweise vermissen müssen.

Wir behalten die Entwicklung im Auge und halten euch auf tachi-ai.de auf dem Laufenden, sobald es neue, gesicherte Informationen zur Genesung gibt.

Quellenhinweis: Die Angaben basieren auf den Berichten von Nikkan Sports und Sports Hochi vom 19. August 2026 sowie den öffentlichen Aussagen von Hoshoryu bei den Gesundheitschecks.

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