Ein neuer Rikishi aus Europa
Am 14. April 2026 hat die Japan Sumo Association grünes Licht gegeben: Der 16-jährige Nicholas Tarasenko aus Hull (England) darf Profi-Sumotori werden.
Der 190 cm große und 120 kg schwere Teenager hat die strenge Aufnahmeprüfung (Interview + geplante körperliche Untersuchung) bestanden. Sein zukünftiger Ringname soll Eisei (栄誠) lauten – abgeleitet vom Namen seines Großvaters. Er trainiert derzeit in der Minato-beya und könnte bereits im Juli 2026 in Nagoya sein Profi-Debüt (Maezumo) geben.
Tarasenko ist damit erst der dritte in Großbritannien geborene Rikishi in der Geschichte des Profi-Sumo. Seine Geschichte ist besonders, weil er erst mit 14 Jahren durch ein Amateurturnier in Estland zum Sumo kam – und nun schon mit 16 den Sprung ins Profi-Lager schafft.
Wie beginnt eine Sumo-Karriere eigentlich?
Die meisten Menschen denken, Sumo-Karrieren starten erst mit 15 oder 16 Jahren. In Wahrheit sieht der Weg sehr unterschiedlich aus:
- Der Einstieg (meist im Kindes- oder Jugendalter) Viele japanische Rikishi beginnen bereits in der Grundschule mit Sumo (meist in lokalen Sumo-Clubs oder an Schulen). Europäer und andere Ausländer steigen oft später ein – häufig über Amateur-Sumo-Turniere (z. B. Baltic Cup, Hakuho Cup oder European Championships).
- Die Suche nach einer Heya Wer Profi werden will, muss von einer bestehenden Sumo-Stall (Heya) aufgenommen werden. Das ist nicht einfach: Der Oyakata (Trainer) entscheidet, ob der Bewerber körperlich und charakterlich passt. Es gibt strenge Regeln zu Größe, Gewicht, Alter und Verhalten.
- Die Aufnahmeprüfung Nach einer erfolgreichen Bewerbung folgt die offizielle Prüfung der Nihon Sumo Kyokai:
- Persönliches Interview
- Körperliche Untersuchung (Größe, Gewicht, innere Organe, Sehtest etc.)
- Visum und Aufenthaltserlaubnis (für Ausländer besonders wichtig)
- Das Leben als Shin-deshi (Neuling) Wer alle Hürden nimmt, zieht in die Heya ein. Dort beginnt ein extrem hartes Leben:
- Das Debüt Das erste offizielle Turnier nennt man Maezumo. Danach startet die lange Reise durch die Divisionen: Jonokuchi → Jonidan → Sandanme → Makushita → Juryo → und hoffentlich irgendwann Makuuchi.
Nicholas Tarasenko ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Weg ins Profi-Sumo heute auch für junge Ausländer möglich ist – wenn man Talent, Disziplin und den richtigen Moment mitbringt.
Wir drücken dem jungen Briten die Daumen und werden seine Karriere hier weiter verfolgen!
Wie seht ihr das? Findet ihr es spannend, wenn immer mehr internationale Talente ins Sumo kommen? Oder sollte Sumo eher traditionell japanisch bleiben? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare oder kommt in unseren Discord!
Dosukoi und viel Erfolg, Eisei! 💪








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