Kirishima triumphiert beim Haru Basho 2026

Das Haru Basho 2026 ist Geschichte – und es war ein Turnier voller Dramatik, Überraschungen und Verletzungspech. Vom 8. bis 22. März verwandelte sich die Edion Arena Osaka in Namba wieder einmal in den Mittelpunkt der Sumo-Welt. Nach einem turbulenten Hatsu Basho meldete sich Kirishima (Byambachuluun Lkhagvasuren) aus der Otowayama-Beya eindrucksvoll zurück und sicherte sich seinen dritten Yusho in der Makuuchi-Division.

Der mongolische Sekiwake beendete das 15-tägige Turnier mit einer starken 12-3-Bilanz. Auch wenn er am vorletzten Tag gegen Ozeki Aonishiki und am Senshuraku gegen Kotozakura verlor, reichte sein Vorsprung locker aus. Die Verfolger – darunter Yokozuna Hoshoryu und Maegashira Kotoshoho (beide 11-4) – konnten nicht mehr aufholen. Kirishima hatte bereits vor dem finalen Tag einen uneinholbaren Zwei-Siege-Vorsprung herausgearbeitet.

Der Weg zum Titel: Konzentriert und dominant

Kirishima zeigte in Osaka eine beeindruckende Mischung aus Technik, Kraft und mentaler Stärke. Als Sekiwake gestartet, dominierte er viele Kämpfe mit seinem klassischen Yotsu-Zumo (Vier-Punkte-Griff am Mawashi). Besonders seine Siege gegen starke Gegner wie Abi (den er am letzten Tag mit Yorikiri bezwang) unterstrichen seine Klasse. Viele Experten sehen in diesem Titel den perfekten Start für eine baldige Rückkehr in den Ozeki-Rang – oder sogar höher.

Schattenseiten des Turniers: Verletzungen und Enttäuschungen

Neben den sportlichen Höhepunkten sorgten Verletzungen für traurige Schlagzeilen. Yokozuna Onosato trat mit einer anhaltenden Schulterverletzung an, die ihn bereits seit dem November-Turnier plagte. Nach einem schwachen Start (0-4) musste der junge Grand Champion bereits früh das Turnier abbrechen und mehrere Tage aussetzen. Viele Fans hoffen nun, dass er bis zum Natsu Basho im Mai vollständig genesen kann – denn ein gesunder Onosato bleibt einer der gefährlichsten Rikishi der Division.

Aonishiki erlebte ein enttäuschendes Haru Basho. Der junge Ozeki, der nach seinen starken Leistungen der letzten Turniere sogar als heißer Anwärter auf die Yokozuna-Promotion gehandelt wurde, kam nie richtig in Fahrt und erreichte am Ende nur ein Make-koshi. Damit muss er im kommenden Natsu Basho nun um den Erhalt seines Ozeki-Rangs bangen. Trotz dieser Rückschlagphase bleibt Aonishiki ein großes Talent, von dem man sich im nächsten Turnier sicher eine Reaktion erhofft.

Ebenfalls enttäuschend verlief das Turnier für den beliebten Ura (Maegashira #8). Der technisch versierte Kämpfer mit seinem unorthodoxen Stil kam nie richtig in Fahrt und beendete das Basho mit einer klar negativen Bilanz von 5-10. Für einen Rikishi, der in der Vergangenheit schon für große Überraschungen gesorgt hat, war das eine bittere Enttäuschung. Es bleibt abzuwarten, ob Ura im nächsten Turnier seine Form zurückfindet.

Die Konkurrenz: Spannung bis zum Schluss

Trotz der Ausfälle blieb das Turnier spannend:

  • Yokozuna Hoshoryu kämpfte sich tapfer auf 11-4.
  • Ozeki Aonishiki und Maegashira wie Kotoshoho sorgten für starke Leistungen und hielten die Spannung hoch.
  • Es gab zahlreiche Upsets und technische Meisterleistungen – typisch für ein echtes Grand-Sumo-Turnier.

Am Ende stand fest: Kirishima war der verdiente Champion. Neben dem Emperor’s Cup dürfte er auch mit dem Shukun-sho (Outstanding Performance Prize) ausgezeichnet werden.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Kirishimas dritter Titel kommt zu einem spannenden Zeitpunkt. Der 29-jährige Mongole hatte in der Vergangenheit bereits Ozeki-Rang inne, verlor ihn aber durch Verletzungen und Formtiefs. Dieser Sieg beim Haru Basho 2026 zeigt klar: Er ist zurück – und hungrig auf mehr. Eine Promotion zurück zum Ozeki gilt als sehr wahrscheinlich.

Gleichzeitig bleibt die Sumo-Welt hochspannend: Junge Talente drängen nach oben, während etablierte Rikishi wie Kirishima und Hoshoryu beweisen, dass Erfahrung und Technik noch lange nicht ausgedient haben. Und mit der Hoffnung auf einen gesunden Onosato könnte das nächste Basho noch explosiver werden.

Fazit: Ein Turnier zum Genießen

Das Haru Basho 2026 in Osaka war ein Fest für alle Sumo-Liebhaber – voller Dramatik, technischer Highlights und emotionaler Momente. Kirishimas Triumph fühlt sich besonders gut an, weil er zeigt, dass Beharrlichkeit und harte Arbeit belohnt werden.

Hast du das Turnier mitverfolgt? Welchen Kampf fandest du am beeindruckendsten – oder wie siehst du die Chancen von Onosato und Ura für die kommenden Basho? Schreib mir gerne in die Kommentare!

Hakkai! Bis zum Natsu Basho im Mai – und möge der Mawashi stark bleiben.

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